“Ich bin wie ein lebender Stein” von Anne Sexton
Durch das Lesen von Biographien über Sylvia Plath bin ich schon öfters auf den Namen Anne Sexton gestossen. Bis jetzt wusste ich nur, dass sie, wie Sylvia Plath, mit in die “confessional poetry” einzuorden war und dass sie sich selbst umgebracht hat.
In der Bücherei hatten sie dann dieses (amazon-Link) Hörspiel da und ich dachte mir, dass das ganz praktisch wäre, um herauszufinden, ob Anne Sexton was “für mich ist”.
Generell schlafe ich bei Hörbüchern immer ein und hatte es deswegen auch schon aufgegeben, welche zu hören. Aber bei diesem Hörspiel war ich- obwohl ich müde war -weit davon entfernt, einzuschlafen.
Das Hörbuch besteht aus vorgetragenen Gedichten und Briefen von Anne Sexton. Es ist so aufgebaut, als ob Anne Sexton einem, in einer Bar sitzend und dabei rauchend und trinkend, von sich erzählen und zwischendurch Gedichte von sich vortragen würde. Untermalt wird das von Bar-typischen und passenden Geräuschen/Klängen.
Zum Schluss hört man dann noch Anne Sexton selbst sprechen. Gleich von Anfang an fand ich die Gedichte unheimlich gut. Bei Gedichten tue ich mich normalerweise ein wenig schwer, da ich sie oft nicht allzu zugänglich finde. Die Gedichte von Anne Sexton sind jedoch, wie ich finde, das genaue Gegenteil. Die Zitate aus Briefen und das Biographische machten sie für mich sehr sympathisch und ich konnte viele von ihren (aus- und) angesprochenen Dingen nachvollziehen. Das Hörspiel macht definitv Lust darauf, sich mehr mit Anne Sexton und ihren Werken zu befassen und als als Einstieg dafür kann ich es nur weiterempfehlen.
Länge: 73 Minuten
Verlag: Steinbach Sprechende Bücher (2000)
ISBN-10: 388698916X