“In My Skin”
Von “In My Skin” habe ich durch verschiedene Lieblingslisten und Threads in Foren erfahren.
Esther könnte recht zufrieden sein: sie hat eine eigene Wohnung, einen Freund und eine Arbeit, in der sie gerade immer weiter nach oben kommt. Eines Abends geht sie mit einer Freundin zu einer Party, streift auf dem Außengelände herum und stürzt. Erst, als sie wieder in der Wohnung des Gastgebers ist und im Obergeschoss Blutspuren entdeckt, merkt sie, dass sie am Bein schwer verletzt ist. Der Arzt, der die Wunde versorgt, ist mehr als erstaunt darüber, dass Esther von dieser Verletzung nichts mitbekommen hat. In den nächsten Tagen vollzieht Esther dann eine seltsame Wandlung: sie ist fasziniert davon, mit Messern in ihrem Körper rumzubohren und sich selber Schnittwunden zuzufügen. Sie erzählt ihrem Freund davon, der mit Unverständnis reagiert. Sie spielt die Angelegenheit runter und sagt, dass sie nur mal was neues ausprobieren wollte. Ihr Verlangen danach, sich selbst zu verletzen, indem sie sich beißt und schneidet, überkommt sie danach immer häufiger und sogar während eines Abendessens mit Kunden in einem Restaurant und im Büro. Sie zieht sich in versteckte Orte zurück und findet immer neue Arten, sich selbst zu verletzen und ihren Körper so zu erforschen. Irgendwann beginnt sie sogar, ihr Blut zu trinken und ihre Haut zu essen. Eine Ende scheint nicht in Sicht zu sein.
Ich hatte schon mal angefangen den Film zu gucken, dann aber nach einer Weile aufgehört. Heute hat er dann noch mal eine Chance bekommen. Meiner Meinung nach ist dies ein Film, der eine FSK18 Einstufung durchaus mal verdient hätte. Die Szenen, in denen Esther sich selbst Verletzungen zufügt, sind doch schon recht ausführlich dargestellt, was es sehr schwer macht, den Film zu gucken. Schwer finde ich es auch, diesen Film zu beurteilen. Ich fand ihn keinesfalls schlecht aber auch nicht super. Man sollte den Film nicht als einen Unterhaltungsfilm, sondern eher als ein Portrait über eine Frau betrachten, die sich selbst so fremd geworden ist, dass ihr ihr eigener Körper fast wie Fremdkörper vorkommt, den es, egal auf was für Kosten, zu erforschen gilt.
Laufzeit: 91 Minuten
FSK: 16
Erscheinungsdatum der DVD: 26. Januar 2007