“Totenpfad” von Elly Griffiths
Bei vorablesen gab es eine Leseprobe zu diesem Buch. Nachdem ich einen Leseeindruck dazu verfasst hatte, hatte ich das Glück, ausgelost zu werden und so das Buch vorab lesen zu dürfen.
Ruth Galloway ist Archäologin und arbeitet als Dozentin an einer Universität. Sie lebt eher zurückgezogen mit ihren zwei Katzen in einem Haus am Salzsee. Dann werden menschliche Knochen im Salzmoor gefunden und DCI Nelson wendet sich hilfesuchend an sie. Nelson ist immer noch auf der Suche nach dem Mädchen Lucy, das vor 10 Jahren verschwand und hat die Befürchtung, dass es sich bei der Leiche um sie handelt. Die Leiche stellt sich jedoch als eine Leiche aus der Eisenzeit heraus. Kurz darauf verschwindet ein weiteres Mädchen, Sally. Nelson zieht Ruth weiterhin zu Rate und als sie ihre Katze mit aufgeschnittener Kehle vor ihrer Haustür findet wird klar, dass sie bereits zu sehr in diesem Fall verstrickt ist und der Mörder es auch auf sie abgesehen hat.
Was mir zu Beginn dieses Buches besonders gut gefallen hat, war die Hauptfigur, Ruth. Sie ist eine boden- und eigenständige Frau, die leicht übergewichtig ist, mit ihren Katzen zusammenlebt und ganz normale Alltagssorgen hat. Die Story schwächelte leider an einigen Stellen, was die Hintergrundgeschichten und die Spannung angeht. Und die Stellen, die dann spannend waren, wurden leider gar nicht zu Ende beschrieben, sondern hinterher nur kurz und beiläufig aufgelöst. Da hätte man meiner Meinung nach noch viel mehr rausholen können. Nordische und heidnische Sagen interessieren mich jetzt auch nicht soooo sehr und ich habe schon vor Ende des Buches geahnt, wer der Täter ist. Es gab einige “Überraschungen”, die nicht unbedingt hätten sein müssen und die die Kompetenz von Ruth auch ein wenig in Frage gestellt haben. Das Buch ist aber sehr flüssig geschrieben und lässt sich schnell lesen. Insgesamt ist es ein recht gutes Buch, dass einen auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Sei es auch nur wegen Ruth und den anderen Charakteren.